
Am 7.7.2010 feierte die Stadtentwässerung Dresden Richtfest auf der Baustelle des Hochwasserpumpwerkes Dresden-Johannstadt am Käthe-Kollwitz-Ufer unmittelbar neben der Waldschlösschenbrücke.Vor wenigen Tagen war die Betondecke fertig geworden, die sich nun wie eine Welle aus der Elbwiese erhebt. Sie wird zur Elbseite begrünt und begehbar sein.
Das Hochwasserpumpwerk Johannstadt wird nach seiner Fertigstellung im Herbst 2010 ab einem Elbpegel von 3,70 Meter die Entwässerung des Dresdner Ostens und Zentrums sichern, sollte in diesen Gebieten bei starkem Regen eine Überlastung der Kanalisation drohen.
Das dreietagige Bauwerk reicht 13 Meter unter die Erde, nur die erste Etage - die der Be- und Entlüftung dient - ist sichtbar. Unterirdisch sind sechs Hochleistungspumpen untergebracht, die zusammen bis zu 18.000 Liter Wasser pro Sekunde aus dem Altstädter Abfangkanal in die Elbe pumpen können. Die Leerung eines 50-Meter-Schwimmbeckens würde mit der Anlage nur 2 Minuten dauern.
Vier Diesel- und zwei Elektro-Antriebe sichern eine hohe Betriebssicherheit auch im Fall eines Stromausfalls. Das Hochwasserpumpwerk besitzt eine zentrale Rolle im Hochwasserschutzkonzept der Landeshauptstadt Dresden, das in Auswertung der Flut 2002 erarbeitet wurde. Die Baukosten betragen 13,5 Millionen Euro. Baustart war im Oktober 2008.

Dieses Projekt wird von der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert. EU: Perspektiven für Sachsen.